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Das Drachensteigenlassen ist seit jeher ein tolles Kinderspiel, an dem auch Eltern ihre Freude haben können. Jüngere Kinder können indes die abwechsungsreichen Lenkdrachen meist noch nicht selbst steuern. Für sie präsentieren wir heute unsere Bauanleitung.
Papa hat sich immer gefragt, wie die Kinder früherer Zeiten wohl ihre Briefchen an der Drachenschnur hinaufgeschickt haben. Seine Papierschnipsel sind nämlich immer schon weit vor dem Windvogel von der Schnur geflogen.
Hier zeigen wir, wie eine Laufkatze aussieht, mit der man kleine Fallschirme an der Drachenschnur hochschicken kann. Oben klinken sie aus und kommen dann im freien Fall wieder herab. Die leere Laufkatze (manche sagen auch »Drachenfähre«) läuft im Idealfall an der Schnur zurück wieder nach unten.

Die Laufkatze wird in ihrer einfachsten Version aus Kupferdraht (ca. 2 mm Durchmesser?)gebogen. Sie besteht aus zwei Teilen, nämlich aus der Grundkonstruktion und dem Auslöser. Am besten biegt man beide Teile vorher einmal vollständig zurecht und quetscht dann den Auslöser wieder durch die freigehaltenen Ösen der Grundkonstruktion. Alle Teile sollten zwar gängig sein, dürfen aber ruhig ein bißchen hakeln, damit der Auslöser nicht schon während des Aufstieges den Fallschirm freigibt.
Wenn die Laufkatze fertig ist, sollte es ungefähr so aussehen, wie auf dem nebenstehenden Bild dargestellt.

Außerdem braucht man noch einen Fallschirm. So ein Mini-Fallschirm wird z. B. aus einer Plastiktüte schnell gebastelt. Ein Quadrat von 40 cm Kantenlänge reicht völlig aus, ebenso jeweils eine Schnur, die an jeder Ecke befestigt wird. Statt eines Männchens nehmen wir leere Filmdosen, an die wir unten eine stabile Öse aus Draht gebastelt haben. Das hat den Vorteil, dass man - je nach Windstärke - noch etwas Ballast wie Sand oder Steinchen in die Dose geben kann. Ansonsten fliegt der Fallschirm mitunter sehr weit weg vom eigentlichen Standort des Drachens. Weil wir schon viele verloren haben, hängen wir auch keine Playmobil-Männchen mehr daran: Sie sind einfach zu leicht und zu teuer zum Verlieren. Der Eine oder andere Ersatz-Fallschirm kann nicht schaden. Vor allem wenn man am Strand oder in der Nähe eines Waldes seinen Drachen steigen läßt.
Der Fallschirm wird mit einer Öse unten an den Auslöser eingehängt. Der Wind greift in den Fallschirm und zieht die ganze Laufkatze an der Schnur entlang bis oben an den Drachen. Dort stößt der Auslöser gegen ein vorher dort eingebundenes Stöckchen (oder den Ring, der bei vielen Drachen zur Befestigung dient). Dadurch wird die Öse des Fallschirmes »ausgeklinkt«, der Fallschirm fliegt im freien Fall wieder zu Boden.Die leere Laufkatze kommt - je nach Anstellwinkel des Drachens - teilweise mit erheblicher Geschwindigkeit zurück - und das auch noch zu der Zeit, wenn man dem Fallschirm hinterherschaut. Besonders für Kinder gilt deshalb: Finger weg von der Schnur, den Drachen nur an der Spule festhalten.
Beim Aufsetzen der Laufkatze auf die Schnur sollte man ebenfalls darauf achten, daß die Kinderfinger vor plötzlichem Durchziehen der Leine geschützt sind. Hier gibt es bei größeren Drachen leicht Schnitte oder Verbrennungen.
Die Laufkatze löst aus, verbiegt sich aber und bleibt oben hängen. Das kommt vor. Evtl. kannst Du es mit einem stabileren Draht noch einmal versuchen.
Wenn man die Ösen der Grundkonstruktion exakt so formt, wie in den Bildern gezeigt, dann kann man durch die Konstruktion hindurch an die Schnur greifen und sie einmal oben über die Konstruktion stülpen, dann muß nur noch die vordere Öse eingehängt werden.
Ansonsten muß man die Laufkatze schon vor dem Start des Drachens in die Schnur hängen.
Anderswo im Internet habe ich das Gerät unter der Bezeichnung Fährenfallschirm gesehen. Dann aber deutlich aufwendiger hergestellt, z.B. mit separatem klappbarem Segel und einer eigenen Aufhängung für Lasten. Mehr zum Fährenfallschirm leider auf englisch)…
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