Irgendwann waren sie da, die lästigen kleinen Fluginsekten. Nach Internetrecherche stand fest: Es sind Trauermücken. Sie schwirrten recht eng um eine einzelne Zimmerpflanze herum. Bei uns war es eine selbstgezogene Avocado. Und sie schädigen auch noch die Pflanze, da sie die Wurzeln anfressen. Das sah man der Pflanze leider auch schon an. Die Tipps aus dem Internet wurden alle abgerast – bis auf den einen, bei dem die Garten-Internetseiten meinten, er sei „nicht hinreichend belegt“.
„Lassen Sie den Wurzelballen öfter austrocknen“ war für unsere Avocado von Anfang an keine Option, denn die Avocado braucht viel Wasser und lässt gleich die Blätter hängen, wenn man sie mal nicht gießt.
Quarzsand als oberste Schicht in den Topf geben – hatte bei uns keine Auswirkung. Mag sein, dass es nicht quarzig genug war (wir haben Sandkastensand genommen). Das hat die Mücken nicht beeindruckt.
„Gelb-Karten“ mit Leim sollten den Trauermücken die Rote Karte zeigen. Doch es dauerte recht lang, bis sich die Tiere darauf einließen, und in der Zwischenzeit litt unsere Avocado weiter. Und irgendwie kamen immer noch Fliegen nach.
Und dann habe ich das letzte Register gezogen: Streichhölzer mit dem Kopf voran in die Erde stecken. Vier Stück habe ich für meinen Standard-Blumentopf genommen. Und zum ersten Mal wurden die Trauermücken sichtlich weniger. Ganz weg sind sie noch nicht – aber ich werden dran bleiben und weiter berichten.
